Freitag, 15. Oktober 2010

Das Al Hajar Gebirge im Oman, ein Wunder der Geologie

Nirgendwo auf der Welt lässt sich der Querschnitt durch alle Gesteinsschichten der Erde so leicht erkunden wie im Al Hajar Gebirge. Müssen Wissenschaftler woanders Hunderte Meter in die Tiefe bohren, wird ihnen im Oman der Aufbau der Erde spektakulär vor die Augen geführt. Es ist ein einmaliges Wunder der Geologie. Anfrage Oman Urlaub

Al Hajar Gebirge
Al Hajar Gebirge

Majestätische Berge, die höchsten der Golfregion, mit durchfurchten Hängen und geheimnisvollen Höhlen, atemberaubenden Steilwänden, schroffen Felsüberhängen und tiefen Schluchten in einem nicht beschreibbaren Farbenspiel bilden die Kulisse für jede Reiseroute durch den Oman.

Mit einer unglaublichen Vielfalt an Naturwundern zieht sich das Gebirge über eine Länge von fast 500 Kilomtern durch das Sultanat.  Es schiebt eine bis zu 3.000 Meter hohe Barriere zwischen den Golf von Oman und die Wüstenlandschaften im Innern des Landes.

Vor 65 Millionen Jahren durch tektonische Verschiebungen aufgefaltet, sind die Gesteinsmassen heute ein Paradies für Geologen.

Jebel Akhdar

Der wichtigste Höhenzug wird Jebel Akhdar genannt. Hier liegen die Schichten an der Oberfläche, die sonst Tausende Meter im Ozean verborgen sind. Zwischen bunt schillerndem Gestein und seltenen Fossilien sind circa 4.000 Jahre alte Felsritzungen zu finden, die von einer frühen Besiedlung zeugen.

Grand Canyon Oman

Über das Wadi Jizzi (ausgetrockneter Flusslauf) und den 300 Kilometer südlich gelegenen Sum´il Pass kann man auf gut ausgebauten Starßen tiefer in das Al Hajar Gebirge vordringen. Vorbei am malerischen Bergdorf Misfah al Abryeen, in dem sich die Häuser in schmalen, steilen Gassen an den Felshang krallen.

Über Al Hamra fährt man zum 2.000 Meter hohen Plateau am Grand Canyon Oman, wo die Einheimischen zur Abkühlungg im heißen Sommer picknicken und zelten.

Von hier aus eröffnen sich grandiose Ausblicke in das 1.000 Meter tiefe Wadi Nakhar. Es offenbart mit seinen unterschiedlichen Sedimenten 600 Millionen Jahre Erdgeschichte.

Jebel Shams

Mit 3.009 Metern Höhe zählt der Jebel Shams zum höchsten Berg der Golfregion. Im Winter wird er mitunter von einer leichten Schneedecke überzogen.

Video Oman Gebirge




Plateau von Saiq

Auf spektakulären Terrassenfeldern gedeihen mitten im Gebirge riesige Granatäpfel, Weintrauben, Walnüsse und sogar die berühmten Damaszener Rosen. Ihr Rosenwasser versorgt den ganzen Orient. Ein Jahrtausende altes Bewässerungssystem aus Kanälen versorgt dieses Wunder der Natur nach einem ausgeklügelten System, das nur ein Mann ehrenamtlich überwacht. Er öffnet und verschließt die Schieber für die Fajals (Kanäle) und lässt das Wasser der Wasserspeicher nach "Stundenplan" mal in diese, mal in jene Richtung laufen. Spektakulär, wenn man bedenkt, dass das Grundwasser im Oman erst in 60 Meter Tiefe beginnt und es so selten regnet. Anfrage Oman Ferien