Samstag, 16. Oktober 2010

Khasab Musandam Oman, Al-Chasab

Khasab ist eine Kleinstadt in einer Exklave des Omans und die Hauptstadt der Halbinsel Musandam. Der Ort befindet sich 500 Kilometer von Muscat entfernt und kann per Flugzeug oder Schnellboot ab Muscat, ab Dubai und Ras Al Khaimah auf dem Landweg erreicht werden. Anfrage Musandam Tour

Khasab
Musandam

Im Norden des Sultanats Oman liegt die Halbinsel Musandam mit einer Fläche von 1.800 Quadratkilometern und über 28.000 Einwohnern. Musandam mit vorgelagerten Inseln befindet sich auf der arabischen Seite der Straße von Hormuz und ist von hohem geopolitisch-strategischem Wert.

Musandam ist eine Exklave des Oman. Zwischen Musandam und dem Oman liegen die Vereinigten Arabischen Emirate auf einer Breite von circa 100 Kilometern.

Musandam wird wegen seiner schönen Fjorde gern als "Norwegen von Arabien" bezeichnet.

Al-Chasab oder Khasab

Die Hauptstadt von Musandam heißt al-Chasab oder Khasab. Der Militärstützpunkt Khasab ist von besonderer Bedeutung. Tourismus, Fischerei und der Warenumschlag mit iranischen Schmugglerbooten sind weitere Einnahmequellen.

Die Portugiesen erbauten Khasab am Anfang des 17. Jahrhunderts auf dem Höhepunkt ihrer Besetzung in der Region. Der natürliche Hafen gab ihnen Schutz vor dem harten Meer. Khasab war als Verladehafen für Datteln und Wasser für die portugiesischen Schiffe durch die Meerenge konzipiert.

Der Zugang zu Khasab war auf dem Land unmöglich, bis eine moderne Küstenstraße gebaut wurde.
Khasab ist seit dem ein beliebtes Ziel für Wochenendausflüge für die Menschen in den Emiraten.

Die neue Straße ermöglicht auch den Zugang zu dem Dorf Tawi, wo prähistorische Zeichnungen von Booten, Tieren und Krieger in der Felswand zu sehen sind.

Khasab hat ein empfehlenswertes Museum im Fort, moderne Einkaufszentren mit importierten Waren und iranischer Keramik, einen kleinen Flughafen, eine kleine Klinik, drei oder vier Taxis und ein paar Restaurants, selbstverständlich ohne Alkohol. Nicht zu vergessen das Khasab Hotel und Golden Tulip Hotel, das auf einer Klippe über dem Golf thront.

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Straße von Hormuz

Eine der wichtigsten und meist befahrenen Schifffahrtsstraßen seit der Antike ist die Straße von Hormuz zwischen dem Iran und der Halbinsel Musandam im Oman. Täglich werden hier Lieferungen von bedeutenden Erdölgebieten im Nahen Osten, rund ein Viertel der globalen Ölversorgung, transportiert. Anfrage Musandam Tour

Straße von Hormuz, Quelle: http://de.wikipedia.org
Straße von Hormuz

Ihren Namen erhielt die Schifffahrtsstraße nach der in ihr liegenden Insel Hormuz. Die Meerenge ist an der schmalsten Stelle nur 38,89 Kilometer breit. Sie verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman, dem Arabischen Meer und dem Indischen Ozean.

Strategische Bedeutung der Straße von Hormus

Durch diese Meerenge verläuft der gesamte Schiffsverkehr von und zu den Ölhäfen Kuwaits, Bahrains, des Irak, der Vereinigten Arabischen Emirate und des Iran, außerdem der größte Teil des saudi-arabischen Verkehrs. Oman und Iran kontrollieren den Zugang zur Straße von Hormus. Die Halbindel Musandam auf omanischer Seite war bis vor Kurzem militärisches Sperrgebiet.

Wirtschaftliche Bedeutung der Straße von Hormuz

Die Straße ist das wichtigste Nadelöhr für den Erdölexport nach Japan, den USA und Westeuropa. Tanker mit über 17 Millionen Barrel Öl durchfahren die Straße von Hormus täglich. Ihre Schiffsrouten sind zwei jeweils 3 Kilometer breite und 35 Kilometer lange Korridore  für den ein- und den ausgehenden Verkehr. Aus dem Flugzeug bietet sich übrigens ein grandioser Anblick und eine Ahnung, was passieren würde, wenn so vielen Tankern von heute auf morgen die Straße von Hormuz versperrt würde.

Wichtigster Wasserweg in der Geschichte

Bis zum 16. Jahrhundert war die Straße von Hormuz der wichtigste Wasserweg auf dem Handelsweg von Europa nach Indien und China.

Durch die Reisen Vasco da Gamas wurde das Handelsmonopol der Araber gebrochen. Der Seeweg um das Kap der Guten Hoffnung wurde bis zur Eröffnung des Sueskanals der Hauptschifffahrtsstraße.

Zu Beginn des 19. Jahrhunderts pflegten die Briten eine enge Beziehung zum Sultan von Oman. Das Sultanat kontrollierte den Zugang zur Straße von Hormus. Diese hatte eine sehr wichtige Bedeutung für die britischen Handelsrouten nach Indien. Auf Geheiß der Engländer besetzte der damals herrschende Sultan die Halbinsel Musandam im Norden der Vereinigten Arabischen Emirate.

Naturwunder in der Straße von Hormuz

Genau in dieser Meeresstraße befindet sich die Halbinsel Musandam mit einer unberührten, einzigartigen Märchenwelt aus Felsen, Fjorden und tiefblauem oder flaschengrünem Salzwasser. Die Berge wachsen hier bis zu 2.000 Meter steil in die Höhe. Es ist ein Paradies für Meeresschildkröten, Delfine, Seeigel und Fische. Zu einem Besuch der Emirate und des Oman sollte eine Musandam Tour unbedingt gehören.  Anfrage Musandam Tour

Konflikte um die Straße von Hormuz

Seit 1971 besteht ein verschärfter Konflikt zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten um Abu Musa und die Tunb-Inseln. Sie haben bezüglich Kontrolle der Straße von Hormuz eine besondere strategische Bedeutung.

Der Iran droht mit der Schließung der Straße von Hormuz im Falle eines Angriffs. 2006/2007 stationierten die USA amerikanische Flugzeugträgerin der Nähe der Meerenge.


Karte zur Straße von Hormuz


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Golf von Oman

Der Golf von Oman, auch als das Iranische Meer oder Persische Meer bezeichnet. Es ist der nordwestliche Teil des Arabischen Meeres, der über die Straße von Hormuz mit dem Persischen Golf verbunden ist. Anfrage Oman Urlaub

Am Golf von Oman

Golf von Oman

Der Golf von Oman ist 560 Kilometer lang und bis zu 200 Kilometer breit. Im Westen beträgt die Tiefe des Golfes bis zu 50 Meter und im Osten bis zu 200 Meter.

Der Golf von Oman wird im Norden vom Iran, im Westen von den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Süden vom Sultanat Oman begrenzt. Im Osten öffnet er sich in den Indischen Ozean.

Karte Golf von Oman


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Strategische Bedeutung des Persischen Meeres

Als Zugangsweg zum Persischen Golf besitzt der Golf von Oman eine hohe strategische Bedeutung. Durch den Golf von Oman wird ein Großteil des in den Golfstaaten geförderten Erdöls verschifft.

Al-Batina

Als Al-Batina, das „niedere Land“, wird der 250 Kilometer lange und nur 25 Kilometer breite Küstenstreifen am Golf von Oman zwischen Muscat und Suhar bezeichnet.

Die Küstenebene wird seit vielen Jahrhunderten landwirtschaftlich intensiv genutzt. Hier werden Datteln, Zitrusfrüchte, Bananen, Mangos und Tomaten in großem Stil angebaut. Kaum zu glauben, dass weniger Kilometer hinter der fruchtbaren Ebene eine karge Einöde, Gebirge und Wüste beginnen.

Sohar, 200 Kilometer von Muscat, ist mit über 100.000 Einwohnern die größte und bedeutendste Stadt in der Batina-Ebene. Es war früher die Hauptstadt des Oman und soll der Geburtsort von Sindbad, dem Seefahrer, sein. In Sohar gibt es drei ertragreiche Kupferminen.

Tourismus am Golf von Oman

Der Tourismus wird in der Batina-Ebene immer wichtiger. Die Gegend lockt mit ihren sauberen Stränden und einem fast unglaublichen Angebot an Badehotels, Wellnesshotels und Sporthotels für Taucher.

Hier genießen Urlauber einen magischen Strandurlaub an endlos langen Küsten vor der im Tageslicht wechselvollen Kulisse des Hajar Gebirges. Wassersportler können tauchen und die faszinierende Unterwasserwelt Omans erkunden.


Burgen, Schlösser, Forts, schöne Altstädte mit einer fantastischen islamischen Architektur lassen jeden Oman Urlaub zu einer Erlebnisreise und Geschichten aus 1001 Nacht wahr werden.

Muscat, Sohar, Barka und Rustaq sind die wichtigsten touristisch erschlossenen Städte. Barr Al Jissah gehört zu den wichtigsten kleineren Badeorten am Golf von Oman. Der Ort liegt 45 Kilometer von Muscat entfernt. Zu den Hotels im Oman

Die Batina-Ebene ist die am dichtesten besiedelte Region Omans und zählt über 800.000 Einwohner.

Klima

Das Klima in der Batina-Ebene ist ganzjährig trocken. Es regnet drei bis fünfmal im Jahr. Deshalb müssen die Kulturen die meiste Zeit des Jahres über bewässert werden. Im Winter ist es warm. Die Sommer werden sehr heiß mit hoher Luftfeuchtigkeit. Die Spitzenwerte erreichen 48 °C. Der Golf von Oman lädt deshalb immer zum Baden ein.

Freitag, 15. Oktober 2010

Musandam- ein Wunder der Natur an der Straße von Hormuz

Musamdam im Oman zeigt sich bereits im Flugzeug als ein Wunder der Natur. Wir erkennen die atemberaubende Märchenwelt aus Fjorden und Felsen der Halbinsel. 2.000 Meter hohe, wild zerklüftete oder streng gefaltete Berge des Hajar Gebirge stürzen abrupt ins Meer. Grandiose Küstenformen tauchen aus glasklarem, türkisgrünem Wasser auf. Anfrage Musandam


Hajar Gebirge

Halbinsel Musamdam

Musandam ist eine etwa 1.800 Quadratkilometer große Halbinsel. Sie trennt ein neunzig Kilometer breiter Korridor an der nördlichen Spitze von der arabischen Halbinsel, bekannt als Strasse von Hormuz.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts drängten die mit dem Oman verbündeten Engländer den damaligen Sultan Thuwaini bin Said, sich die arabische Halbinsel anzueignen. 1970, als Sultan Qaboos die Macht übernahm, wurde die Grenze mit den Vereinigten Arabischen Emiraten vertraglich gesichert.

Naturwunder

Bis heute ist Musandam eine der großen, wilden Landschaften dieser Erde, wüst und schroff. Es regnet kaum. Das Geäst von tief eingeschnittenen Fjorden, Sandbuchten und Bergen, deren Kalksteinflanken steil ins Meer abfallen, hat Musandam den Beinamen „Norwegen Arabiens“ eingebracht.

Tagsüber erreicht das Thermometer 40 Grad, nachts nähert es sich dem Gefrierpunkt. Sobald die Sonne hinter den Bergen verschwindet, wird es ungemütlich kalt auf dem Wasser.

Besiedlung von Musandam

2.000 Jahre alte Felszeichnungen mit Tieren, Kriegern und Booten im Dorf Tawi lassen eine lange Besiedlung erkennen.

Militärisches Sperrgebiet

Bis 1992 war die Halbinsel Musandam völlig isoliert und abgeschieden, da militärisches Sperrgebiet. Erst seit wenigen Jahren dürfen Touristen auf dem Luft- und Landweg vom Oman oder den Emiraten nach Musandam einreisen. Bergziegen  passieren ungehindert die Grenze in Tibat. Familien aus Dubai nutzen rege das neue Angebot .

Aus der Industriezone des Emirats Ras al-Khaimah, den Fabriken, Steinbrüchen und den heruntergekommenen Vierteln mit Bretterbuden am Straßenrand kommend, muss ihnen Musandam wie eine andere Welt erscheinen. Ordentlich aufgeräumt, kein Papier, keine Flaschen am Straßenrand. Abfallkörbe säumen die geteerte Küstenstraße hinter der Grenze. Straßenlaternen und zweisprachige Hinweisschilder stehen Spalier. Leitplanken schirmen die Straßenseite zum Meer hin ab. Kleine Sandbuchten liegen vor türkisblauem oder stahlblauem, glasklarem Wasser. Jeder noch so kleine Winkel erscheint aufgeräumt. Es ist wie ein Wunder!

Hajar Gebirge

Hajar Gebirge
Gleich hinter der Tankstelle in Khasab führt ein Weg ins spektakuläre Hajar Gebirge. Es erstreckt sich auf einer Länge von 640 Kilometern parallel zum Golf von Oman. Auf Musandam erreichen die Gipfel mehr als zweitausend Meter. Eine Landschaft von atemberaubender Schönheit.

Die Armee baute 1981 einen Weg über die Berge. Er führt zur Radarstation auf dem höchsten Berg, dem Jebel Harim, bis zum Wadi al-Bih. Auch Telegraphen- und Stromleitungen wurden zu den Häusern gelegt.

Die Serpentinen lassen sich bei anhaltender Trockenheit mit dem Geländewagen relativ einfach befahren. Hinter dem Pass auf etwa 1.600 Meter fällt der Blick in tiefe Schluchten mit steil abfallenden Wänden. Winzige Terrassenfelder auf Bergrücken sind zu entdecken.

Nach etwa sechzig Kilometern auf der Hauptpiste steht ein bewaffneter Militärposten und drückt ankommenden Autofahrern die Hand zum Gruße. Die Weiterfahrt Richtung Dibba durch das Wadi al-Bih und Wadi Khabb Shamshi ist allerdings nur Einheimischen gestattet.

Wadi Khasab

Ein mächtiger Damm schützt Khasab und sperrt die Wassermassen des Wadi Khasab ab. Nachdem ein heftiges Unwetter 1975 das Wadi in einen breiten reißenden Strom verwandelte und die Flutwelle viele Häuser mit sich riss, wurden Dämme auch in den Oberläufen der Seitenwadis gebaut.

Es regnet nicht allzu oft auf Musandam. Wenn es regnet, dann schüttet es. Sturzregen lässt den ausgetrockneten Boden gefährlich werden! Der Boden ist von der Hitze so trocken, dass das Wasser nicht versickern kann. Die Bergbauern stauen diese Wassermassen an und leiten sie auf ihre Felder. Ihr Aflaj-Bewässerungssystem gehört seit 2006 zum UNESCO Weltkulturerbe

Tourismus auf Musamdam
 
Was früher unmöglich war, ist heute Alltag. Musamdam Touren mit Touristen aus den Emiraten, dem Oman und Ausland sind an der Tagesordnung und Einnahmequelle der ansässigen Bevölkerung.

Das Flugzeug ab Muscat landet bereits nach einer Stunde Flug um 10.05 Uhr, so dass ein ganzer Tag zur Verfügung steht. Und die Autos und Busse aus den Emiraten treffen ebenfalls früh ein.

Eine Autofahrt von der omanischen Hauptstadt Muscat nach Khasab kann zwölf Stunden dauern. Dubai liegt nur drei Stunden entfernt.

Das High Speed Boot Shinas benötigt für die 200 Meilen zwischen Muscat and Khasab 6 Stunden. Shinas fährt ab Muscat um 10 Uhr am Samstag, Montag und Mittwoch und verlässt Khasab ebenfalls um 10 Uhr am Sonntag, Dienstag und Freitag.

Dhow Tour

Musamdam Dhow Tour
Jeden Tag starten mehrere zu Ausflugsschiffen umgerüstete Dhows in der kleinen Hafenstadt Khasab mit Tagesbesuchern zur Dhow Tour, zum Schnorcheln Oman und Tauchen Oman sowie zur Delfinbeobachtung. Die Dhaus sind mit Getränken, Obst und Mittagessen voll gepackt, wenn Sie den Kleinen Hafen von Khasab verlassen.

Khor Ash Sham

Mit der Dhow, einem der bunt verzierten hölzernen Frachtschiffe, geht es zuerst in den Meeresarm Khor Ash Sham. Er ist 17 Kilometer tief zwischen den Bergen ins Land "geschnitten". Dann Nach Khor Shimm.

Khor Shimm

Mit sechzehn Kilometern gehört der Khor Shimm zu den längsten Fjorden Musandams. Die kahlen Berge erscheinen wie nach einem Plan geschichtet.

Winzige Dörfer klammern sich in Buchten. Sie sind nur mit dem Boot zu erreichen.

Schulkinder werden täglich von Schnellbooten abgeholt und nach Khasab gebracht. Die omanische Regierung lässt sich ihre Dependance einiges kosten.

Die Passagiere stehen oder sitzen auf dicken Kissen unter dem Sonnensegel, trinken Tee, essen Datteln und Obst oder machen ein Nickerchen.

Größter Frieden scheint über diesem Landstrich zu liegen. Ringsherum herrscht tiefe Stille. Riesige Fischschwärme, bunt oder silbrig im Sonnenlicht glänzend, sind von der Dhow zu sehen.

Hin und wieder tauchen in der Ferne kleine Fischerdörfer auf. Sie schmiegen sich an karge Felsen oder verstecken sich in geschützten Buchten vor dem Wind.

Ein U-Boot in Sicht! Nein, eine Meeresschildkröte rudert durch das glasklare Meer. Fische springen über die spiegelglatte Oberfläche.

Am Ufer stehen Reiher und beobachten ihr Revier. Auf wasserumspülten Felsen lassen Kormorane ihre Flügel trocknen. Hin und wieder klettern mutige Ziegen auf den Felsen.

Delfine

Doch plötzlich wird es laut. Mit Pfeiftönen lockt Mohammed Ba, unser "Delfinflüsterer", seine Freunde an. Die eben noch spiegelglatte Wasseroberfläche öffnet sich. Es spritzt und klatscht. Und es schnattert. Delfineschnellen aus dem Meer empor und tauchen ein paar Meter weiter wieder ein.

Übermütig eskortieren sie die Dhow und begeistern mit Hechtsprüngen. Es macht ihnen sichtlich Spaß, immer eine Nasenlänge voraus schneller, wendiger und geschickter als die bauchige Dhau zu schwimmen.

Immer mehr Delfine machen es ihnen nach, als ob der Auftritt geprobt wäre und einer einstudierten Choreografie folge. Sie kennen ihren Freund Mohammed in der weißen Djellaba seit vielen Jahren.


Die Delfine schnattern durcheinander, machen Klick-Geräusche und scheinen zwischendurch mit ihren langen Schnauzen zu lächeln.

Mohammed versteht sie zwar nicht, aber erfasst offenbar die Stimmung. Er antwortet fast klanggleich: zur Freude der Delfine und Passagiere!

Arabisch, traditionell, authentisch

Die Decksplanken der Dhaus und Ufer der Fjorde spiegeln sich in Kindheitserinnerungen und  Geschichten der Großeltern wider, sogar in den Oman Märchen. "Die Felsplateaus hier sind die Wohnzimmer unserer Väter, wo nur der Wind zu Besuch kam und noch heute die Ruhe regiert", sagt Mohammed Ba.

Ein paar Wochen im Jahr ist eines dieser Plateaus weiträumig abgesperrt und bestens bewacht. Dann steht dort ein großes Zelt. Mitglieder der steinreichen Herrscherfamilie Abu Dhabis kommen jedes Jahr zum Campen nach Musandam. Mit allerhöchstem Komfort und bestem Ausblick und sehr nah an den Ursprüngen, "an einer Schönheit, die anderswo verloren gegangen ist", sagt Mohammed Ba. 

Telegrapheninsel

Baden Musandam
Vor Jazirat al Maqlab, der sogenannten Telegrapheninsel im Khor Shimm, ankert die Dhau. Auf der Insel sind noch Mauerreste zu erkennen.

Als die Briten 1864 begannen, ein Überseekabel von Basra nach Karachi zu verlegen, bauten sie auf der Insel eine Telegraphen-Station. Die höllische Hitze im Sommer und die Abgeschiedenheit machten den Europäern schwer zu schaffen. Nach fünf Jahren wurde die Telegrapheninsel wieder aufgegeben.

Zeit zum Schnorcheln Oman und Baden. Im Korallenriff ringsum tummeln sich zahllose bunte Fische. Seeigel liegen in der Tiefe.

Das glasklare und stark salzhaltige Wasser trägt und mühelos.
Die Skipper bereiten in der Zeit ein schmackhaftes Mittagessen mit mehreren Gängen vor.

Langsam wird es Zeit, nach Khasab zurückzukehren. Am späten Nachmittag herrscht im Hafen von Khasab Betriebsamkeit. An einem Pier werden nach und nach ganze Bootsladungen mit fangfrischem Fisch versteigert. Im Stakkatoton rappelt der Auktionator das Gebot herunter. Männer in knöchellangen weißen Dishdashas, oft ein Palästinensertuch um den Kopf drapiert, haben sich eingefunden. Darunter auch viele Zwischenhändler aus den Emiraten, die den ersteigerten Frischfisch in Kühlwagen laden und am nächsten Morgen auf die dortigen Märkte bringen. In den Emiraten gibt es zu wenig Fischer, die den Bedarf decken könnten.

Schwarzhandel blüht

"Iranischer Hafen" in Khasab
Musandam gilt als Schmuggler-Hochburg. An klaren Tagen erkennt man die iranische Küste in gut 60 Kilometer Entfernung.

Im "iranischen Hafen" in Khasab trifft man
auf viele Iraner. Sie packen eilig ihre Boote und türmen wasserdicht verpackte Pakete auf. Zum Sonnenuntergang müssen die Iraner verschwunden sein. Mit Speadbooten fahren sie mehrmals am Tag den eigenen Hafen der kleinen Hafenstadt Khasab an.

Sie transportieren steuerfreie Waschmaschinen, Fernsehapparate, MP3-Player bis zu teurer Kosmetik am Zoll beider Länder vorbei.

Im Konvoi verlassen sie den Hafen von Khasab. An Bord sind nun Zigaretten statt Ziegen. Die Boote fahren in mehreren Pulks und zum gegenseitigen Schutz über die Straße von Hormuz. Sollte die persische Küstenwache sie erwischen, werden sie in alle Himmelsrichtungen davon jagen zu einsamen Stränden, wo sie von Lastern erwartet werden.

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Das Al Hajar Gebirge im Oman, ein Wunder der Geologie

Nirgendwo auf der Welt lässt sich der Querschnitt durch alle Gesteinsschichten der Erde so leicht erkunden wie im Al Hajar Gebirge. Müssen Wissenschaftler woanders Hunderte Meter in die Tiefe bohren, wird ihnen im Oman der Aufbau der Erde spektakulär vor die Augen geführt. Es ist ein einmaliges Wunder der Geologie. Anfrage Oman Urlaub

Al Hajar Gebirge
Al Hajar Gebirge

Majestätische Berge, die höchsten der Golfregion, mit durchfurchten Hängen und geheimnisvollen Höhlen, atemberaubenden Steilwänden, schroffen Felsüberhängen und tiefen Schluchten in einem nicht beschreibbaren Farbenspiel bilden die Kulisse für jede Reiseroute durch den Oman.

Mit einer unglaublichen Vielfalt an Naturwundern zieht sich das Gebirge über eine Länge von fast 500 Kilomtern durch das Sultanat.  Es schiebt eine bis zu 3.000 Meter hohe Barriere zwischen den Golf von Oman und die Wüstenlandschaften im Innern des Landes.

Vor 65 Millionen Jahren durch tektonische Verschiebungen aufgefaltet, sind die Gesteinsmassen heute ein Paradies für Geologen.

Jebel Akhdar

Der wichtigste Höhenzug wird Jebel Akhdar genannt. Hier liegen die Schichten an der Oberfläche, die sonst Tausende Meter im Ozean verborgen sind. Zwischen bunt schillerndem Gestein und seltenen Fossilien sind circa 4.000 Jahre alte Felsritzungen zu finden, die von einer frühen Besiedlung zeugen.

Grand Canyon Oman

Über das Wadi Jizzi (ausgetrockneter Flusslauf) und den 300 Kilometer südlich gelegenen Sum´il Pass kann man auf gut ausgebauten Starßen tiefer in das Al Hajar Gebirge vordringen. Vorbei am malerischen Bergdorf Misfah al Abryeen, in dem sich die Häuser in schmalen, steilen Gassen an den Felshang krallen.

Über Al Hamra fährt man zum 2.000 Meter hohen Plateau am Grand Canyon Oman, wo die Einheimischen zur Abkühlungg im heißen Sommer picknicken und zelten.

Von hier aus eröffnen sich grandiose Ausblicke in das 1.000 Meter tiefe Wadi Nakhar. Es offenbart mit seinen unterschiedlichen Sedimenten 600 Millionen Jahre Erdgeschichte.

Jebel Shams

Mit 3.009 Metern Höhe zählt der Jebel Shams zum höchsten Berg der Golfregion. Im Winter wird er mitunter von einer leichten Schneedecke überzogen.

Video Oman Gebirge




Plateau von Saiq

Auf spektakulären Terrassenfeldern gedeihen mitten im Gebirge riesige Granatäpfel, Weintrauben, Walnüsse und sogar die berühmten Damaszener Rosen. Ihr Rosenwasser versorgt den ganzen Orient. Ein Jahrtausende altes Bewässerungssystem aus Kanälen versorgt dieses Wunder der Natur nach einem ausgeklügelten System, das nur ein Mann ehrenamtlich überwacht. Er öffnet und verschließt die Schieber für die Fajals (Kanäle) und lässt das Wasser der Wasserspeicher nach "Stundenplan" mal in diese, mal in jene Richtung laufen. Spektakulär, wenn man bedenkt, dass das Grundwasser im Oman erst in 60 Meter Tiefe beginnt und es so selten regnet. Anfrage Oman Ferien 

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Muscat- Hauptstadt des Sultanats Oman

Muscat, gesprochen Maskat, ist die Hauptstadt des Sultanats Oman und des gleichnamigen Governments Muscat. Die kleinste und sauberste Hauptstadt der Welt hat ihre Authentizität bewahrt. Muscat ist historisches Tor und moderne Metropole mit einem ganz besonderen Flair.

Muttrah bei Muscat Oman
Statt mit Wolkenkratzern erstreckt sie sich mit niedrigen weißen oder cremefarbenen Bauten auf fast 60 Kilometer Küstenline. Alte Gebäude, Teile der alten Stadtmauer, Zitadellen, Festungen, Türme, Mauern, Tore und ein kleiner Altstadtkern stehen in Harmonie mit modernen Geschäfts- und Wohnvierteln und einer supermodernen Stadtautobahn. Handelshäuser aus dem 19. Jahrhundert mit Bogenfenstern, Gesimsen und Gittern bilden eine herrliche Kulisse für die auf dem Golf dümpelnde Flotte aus Dhaus, Fähren, Yachten, Luxuslinern und Frachtern.  Anfrage Oman Urlaub

Moderne Stadtautobahn
 
Flankiert von zerklüfteten Bergketten, künstlich bewässerten Blumenbeeten, Palmen und geschnittenen Hecken führt die Stadtautobahn über Verkehrskreisel mit landestypischen Monumenten, zum Beispiel einer eindrucksvollen Dhau oder riesigen Schnabeltassen, in alle Bezirke und zu allen Sehenswürdigkeiten. An den Wochenenden nehmen vor allem indische und pakistanische Familien Besitz. Sie sind es, die die vielen Anlagen anpflanzen, wässern und pflegen.

Siedlung Muscat

Der Name bedeutet "Ort des Fallens", was von der Nutzung als Ankerplatz, von den steil abfallenden Bergen oder den heißen Fallwinden abgeleitet werden kann.

Die kleine Siedlung Muscat entstand vor etwa 3.000 Jahren. Sie liegt am Golf von Oman am südlichen Ende der Al Batinah Küste in einer von Felswänden eingeschlossenen Bucht, wo das Al Hajar-Gebirge (Al Hadschar gesprochen) bis ans Meer reicht.

Ab dem 16. Jahrhundert eroberten die Portugiesen Muscat. Sie errichteten auf den Hügeln über der Stadt die Forts Jalali und Mirani zum Schutz der Hafeneinfahrt. Die Forts sind noch heute militärische Zone.

Video Muscat


Gouvernement Muscat

Das Gouvernement ist die bevölkerungsreichste Region des Sultanats. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte beträgt mehr als 24-fache der durchschnittlichen Bevölkerungsdichte des Sultanats. In der eigentlichen Stadt leben heute nur circa 30.000 Einwohner, im gesamten Gouvernement Muscat circa 1,3 Millionen Menschen, was circa 60 Prozent der Gesamtbevölkerung Omans entspricht.

Das Gouvernement besteht aus sechs Wilayats (Verwaltungszentren):
  • Muscat, 
  • Muttrah, 
  • Bowshar, 
  • A'Seeb, 
  • Al Amerat und 
  • Quriyat. 

Muscat ist die Hauptstadt des Sultanats, Zentrale und Verwaltungssitz des Staates. Es ist eine alte Stadt, die eins der wichtigsten Handelszentren seit den frühen Zeiten des Islam war.

In Muscat und in seinen Wilayats fällt eine bemerkenswerte Harmonie zwischen dem antiken Erbe und den modernen, zeitgenössischen Features auf. Alte Häuser und eng verwinkelte Märkte, kleine Geschäfte und schmale Straßen befinden sich neben den modernen Märkten, Geschäften und breiten Straßen. Omans historische und kulturelle Identität auf der einen Seite und der Geist der Zeit und Modernisierung auf der anderen Seite sind sehr eindrucksvoll eine "friedliche Koexistenz" eingegangen.

Das Government Muscat zieht sich auf einer Länge von über 50 Kilometern vom Flughafen in Seeb (Sieb gesprochen) bis nach "Alt-Muscat" (Regierungsviertel) und erstreckt sich über 580 Quadratkilometer.

Da die hohen Berge eine Ausdehnung der Bebauung verhindern, wurden ab 1970 eine Capital Area mit Finanz- und Geschäftszentrum Ruwi, Geschäftszentrum Muttrah und Infrastrukturzentrum Seeb und in eine Metropolitan Area entwickelt, in der Qurum als bestes und teuerstes Wohnviertel mit Bebauung ab 1980 auffällt.

Wilayat von Muscat

Das Wilayat von Muscat erstreckt sich entlang des Golfs von Oman über eine lange Bergkette von Bandar Najih neben dem Wilayat von Muttrah auf der nordwestlichen Seite zwischen den Dörfern und Muttrah Riam.

Muscat hat neun Dörfer Sidab, Haramel, Al Bustan, Al Jussa, Qantab, Yankat, Yiti, Al Khayran Al Sifa und Sifat Al Sheikh eingemeindet.

Die Wälle der Stadt Muscat dienten in erster Linie der Verteidigung und dem Schutz der Stadt vor Angreifern. Die Bauweise erinnert an die Große Mauer in China.

Die Stadt ist zum Teil von einem Wall aus Naturstein umgeben. Die Omanis nennen diesen Wall Al Hosn oder die Festung. Die Wälle im Westen und Süden wurden im Jahre 1625 nach Christus mit Rundtürmen errichtet. Auf der nördlichen und östlichen Seite der Stadt bilden der Golf von Muscat und die Berge die natürlichen Grenzen der Verteidigung.

Die Wälle von Muscat haben drei wichtige Stadtore: Bab Al Matha'eeb, Großes Tor und Kleines Tor.

Die erste Stadtor ist in der westlichen Ecke unterhalb des Al Mirani Fort. Das Zweite befindet sich am Ende des westlichen Walls. Es ist der Punkt für den Ausgang der meisten der führenden Straßen an den Stadtrand von Muscat und zur Stadt von Muttrah. Das Dritte ist auf halbem Weg entlang des südlichen Walls und einer der Haupteingänge in die Stadt.

Muscat hat fünf historische Häuser. Diese sind Jeriza, Al Sayed Nader, Al Sayed Abbas bin Faisal Al Zawawi und das Omanisch-Französische Museum sowie 48 Moscheen.

In den Dörfern von Al Jussa, Al und Al Khayran Sifa befinden sich Küsten-Ferienanlagen mit kristallklarem Wasser und einer ansprechenden Landschaft.

An der Küste von Al Jussa stehen Kokospalmen und Mala'eb Bäume sowie eine Reihe von historischen Denkmälern.

An der Küste von Al Khayran sind Klippen und Mangroven.

Der dritte Küstenabschnitt ist bei dem Dorf Al Sifa östlich der Stadt Muscat und neben Quriyat. Es ist eine ruhige und schöne Küste, die viele Einheimische und Bewohner an den Wochenenden anzieht.

Metropolitan Area Muscat

Die Hauptstadt hat sich in den letzten Jahrzehnten vor allem in den südlichen Bereich der Küstenebene Batinah ausgebreitet. So entstand die sogenannte Metropolitan Area Muscat. Das ist eiine ausgedehnte urbane Zone, die aus verschiedenen kleineren und größeren Ortschaften besteht, die zusammengewachsen sind.

In der Metropolitan Area ist die Bevölkerung konzentriert,  davon über die Hälfte Arbeitsmigranten aus dem Iran, Pakistan, Indien und von den Philippinen.

Ihre billige Arbeitskraft ermöglicht eine rege Bautätigkeit und die Pflege der Parks, Blumen- und Grünanlagen.

In kurzer Zeit wurden Shoppingmalls und Hotels nach westlichem Standard, Wohngebiete und neue Industrieanlagen gebaut.

Alle Verkehrswege sind breit und trotz des chronischen Wassermangels zu beiden Seiten mit künstlicher Bewässerung angelegt.

Alt Muscat

Das alte Zentrum von Alt-Muscat liegt am südlichen Ende der Metropolitan Area. Es verliert seine Bedeutung immer mehr. Hier befinden sich der überwiegend zu Repräsentationszwecken genutzte Al Alam-Palast von Sultan Qaboos bin Said Al Said und Regierungsgebäude.

Trotz des Baubooms existieren noch Teile der alten Stadtmauer und ein kleiner Altstadtkern. Historische Handelshäuser, ein Fischmarkt und der größte Souk Omans befinden sich in Muttrah, gesprochen Matrah, der internationalen Handels- und Hafenstadt in der Provinz Muscat.

Capital Area Muscat

Die frühere Hafenstadt Muscat wurde im Eiltempo zur „Capital Area“ mit folgenden Wilayats entwickelt:

  • A'Seeb als Infrastrukturzentrum mit altem und neuem Muscat International Airport
  • Ruwi als Finanz- und Geschäftszentrum mit Bankenzentrum und Toyota
  • Muttrah als Handelszentrum mit internationalem Hafen
  • Alt-Muscat mit Sultanspalast und Regierungssitz

Muscat besteht aus vielen modernen Stadtteilen. Es gibt interessante Museen und elegante Villen. Am Meer liegen schöne Palasthotels.

Palmenalleen, Hecken, Blumenbeete, Grünanlagen und elegante, weiß gestrichene Gebäude mit geschwungenen Fensterbögen säumen die Stadtautobahn mit schönen parkähnlichen Verkehrskreiseln. Traditionelle arabische Bauten statt seelenlose Glitzerhochhäuser. Muscat, die Hauptstadt Omans, präsentiert sich ganz anders als Dubai, das auf Megabauwerke setzt.
Weltweit größter Toyota Service

Nicht unerwähnt soll die omanische Saud Bahwan Group bleiben. Sie baute den weltweit größten Toyota-Service und ein exklusives Toyota-Trainingszentrum in Muscat auf. Das High-Tech Parts Distribution Centre in Al Amerat erstreckt sich über eine erstaunliche Fläche von 55.000 Quadratmetern.
 

Die Toyota-Ausstellungsfläche misst 300.000 Quadratmeter und ist die größte in der Golfregion. Im Lager stehen weit über 9.000 Fahrzeuge.

Mit 18.000 Beschäftigten in einer eigenen Straße kontrolliert die Saud Bahwan Group fast den gesamten omanischen Automarkt, den Hertz-Mietwagenmarkt, ihr gehören National Travels Oman (NTT) und viele andere Firmen.
In der angrenzenden Bucht von Muttrah gibt es eine schöne Uferpromenade, an der mehrere kleine Restaurants zum Verweilen einladen. Hier, an der Al Bahri Road, befinden sich der Stadthafen und der Eingang zum Mutrah Souq, der von engen Gassen durchzogen ist. Auf dem größten Souk des Oman werden Gold und Silber, Weihrauch, arabische Düfte, Souvenirs, Süßigkeiten, Stoffe und Kleidung, angeboten.

Muttrah selbst bietet eine Reihe von archäologischen und touristischen Anziehungspunkten, wie Festungen, Mauern, Türme, Aflaj (Kanalsystem), Wasserläufe sowie Parks und Gärten.

Muttrah Fort, im Volksmund als Koot Muttrah bekannt, ist eines der bekanntesten der 13 Forts. Es wurde unter der portugiesischen Besatzung von Muscat nach 1578 errichtet und war der Sitz der Regierung während der Herrschaft von Sultan Said bin Sultan Al Bousaidi. Es liegt auf einem Berg mit Blick auf die Küste.

Regierungssitz
In den letzten Jahrzehnten wurde Muscat immer mehr zum Regierungssitz ausgebaut. Der Arbeitspalast des Sultans Al Ham nimmt ein riesiges Areal ein. Zahlreiche elegante Regierungsgebäude im arabischen Baustil stehen entlang der Sultan Qaboos Road.

Sultan Qaboos Grand Mosque


Die 2001 eröffnete Große Moschee in Muscat ist die größte Omans und das Wahrzeichen von Muscat. Sie bietet 20.000 Gläubigen Platz. In der zentralen Gebetshalle hängt der größte Kronleuchter der Erde: Er ist 14 Meter hoch, wiegt acht Tonnen und hat 1122 Glühlampen. Auf der Erde liegt der größte Teppich der Welt, an dem 100 Frauen drei Jahre knüpften.

Samstags bis donnerstags, von acht bis elf Uhr vormittags, ist das Haus für Touristen geöffnet. Frauen müssen Kopftücher tragen und alle Körperteile bedecken. T-Shirts, kurze Hosen und Röcke sind verboten. Anfrage Oman Urlaub

Karte Muscat

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Zehn Gründe für Ferien und Urlaub im Oman

Lesen Sie zehn Gründe, warum Sie einen Urlaub im Oman und Ferien im Oman verbringen sollten. Anfrage Urlaub im Oman

Der Oman- ein Märchen aus 1001 Nacht
1. Kein Massentourismus

Erst Mitte der 90er-Jahre öffnete sich das Sultanat dem Tourismus. Der Oman setzt voll auf Eco- und Qualitätstourismus. Billig- und Partytouristen sind unerwünscht und die touristischen Besucherzahlen noch relativ gering. Sie sollen sich jedoch bis 2014 vervierfachen.

2. Kurze Flugzeit

Die Flugzeit ist, verglichen mit anderen asiatischen Zielen, relativ kurz. Sie beträgt sechs Stunden ab Frankfurt am Main. Ideal auch für einen Kurzurlaub oder einen Stopover Muscat auf dem Weg nach Indien, Thailand, Sri Lanka oder den Malediven.

3. Fast immer Sonne und Wärme

Stellen Sie sich vor, in einem der wärmsten Länder der Erde Sonne aufzutanken und für trübe Tage in unseren Breiten zu speichern. Muscat kennt keine Regenzeit. Es regnet nur an drei bis fünf Tagen im Jahr. Beachten Sie trotzdem bitte die beste Reisezeit Oman.

4. Landschaftliche Vielfalt

Erkunden Sie eine einzigartige Natur mit üppigen Palmenhainen, kargen Steinwüsten, rostrotem, gelbem oder buntem Gebirge, grünen Oasen, goldfarbenen Sanddünen, weiten Stränden an 1.700 Kilometern Küste, schroffen Steilküsten an tiefblauem oder türkisfarbenem Meer, fast endlosen Sandwüsten und Dünen, Fjorden im Norden, dem imposantem Al Hajar-Gebirge und dem höchsten Berg Jebel Akhdar (3.075 Meter).

Der Oman ist übrigens fast 80-mal größer als Dubai und flächenmäßig fast so groß wie Deutschland.
5. Zauber des Orients

Entdecken Sie den Zauber des Orients mit seinen schönen arabischen Bauten und kunstvollen Ornamenten, herrlichen Moscheen und Minaretten. Hören Sie das Rufen des Muezzin zum Gebet. Betrachten Sie die Dishdashas und Jallabias (Landestracht) im Straßenbild. Riechen Sie die betörenden, weltweit edelsten Düfte von Amouage. Spüren Sie die Exotik der Souks. Folgen Sie dem Weihrauchduft. Lassen Sie sich von einer reichhaltigen arabischen Küche verführen...

6. Paradies zum Baden, Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln

Tanken Sie Sonne pur. Mit 1.700 Kilometer Küste und Sonnenschein an fast 365 Tagen im Jahr ist der Oman ein wahres Paradies zum Baden, Schwimmen, Tauchen und Schnorcheln.

7. Paradies für Aktivurlauber

Erkunden Sie im Geländewagen die Bergwelt, trekken Sie auf dem Kamelrücken durch die Wüste oder erkunden Sie per Pferd oder Kamel den Strand, gehen Sie im Golf von Oman baden, schnorcheln und tauchen...
8. Land mit märchenhafter Vergangenheit


Folgen Sie den Spuren von Sindbad, dem Seefahrer. Lassen Sie Geschichten aus 1001 Nacht lebendig werden... 500 Festungen und Forts, Ausgrabungsstätten, Paläste und alte Häfen warten auf Sie.
9. Traditionsbewusste Omanis

Lernen Sie Omanis kennen. Wie aus einer anderen, bewahrteren Welt wirken sie im Vergleich zu ihren Nachbarn aus  den Emiraten: Arabischer, traditioneller, authentischer. Das Lächeln ist ehrlich und herzlich. Die Wahrung von Traditionen beginnt schon in der Schule, setzt sich über den Erhalt des traditionellen arabischen Bau- und Kleidungsstils und der omanischen Kultur fort...

10. Sicheres Reiseland

Verbringen Sie als Frau oder Single Ihren Urlaub im Oman. Kriminalität ist unbekannt. Frauen können sich ohne Begleitung frei bewegen und werden nicht belästigt. Anfrage Ferien im Oman


Video Impressionen aus dem Sultanat Oman

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Tourismus im Oman

Der Oman setzt auf sanften Eco-Tourismus und Qualitätstourismus. Das Land hat aus den Fehlern seines Nachbarn Dubai und aus den Folgen der Finanzkrise gelernt. Billigtourismus, Rucksacktouristen, die kaum Devisen im Land lassen, und Partytouristen, die den ganzen Tag am Strand liegen und nachts feiern, sind unerwünscht. Stattdessen legt der Oman einen großen Wert auf seine jahrhundertealte Kultur und Natur, auf Tradition und Harmonie. Anfrage Oman Reise
Oasen der Ruhe
Der Oman- ein sehr angenehmes Reiseland

Fremdenfeindlichkeit und islamischer Fundamentalismus sind im Oman unbekannt, Arroganz, Aufdringlichkeit und Ignoranz nicht zu spüren. Es ist ein Land der leisen Töne.

Vielfältige Landschaften

Die natürlichen Schönheiten des Landes, Fjorde, Rosengärten, Strände am Golf von Oman und am Indischen Ozean, Sandmeere, Gebirge, üppig-grüne Wadis (ausgetrocknete Flussläufe, die nur etwa drei Wochen nach Regen Wasser führen), eine reiche Fauna und archäologische Schätze möchten die Omanis  bewahren. Glitzernde, futuristische, hoch verschuldete Städte der Superlative sind verpönt und Wolkenkratzer unerwünscht.

Visum Oman

Ein Visum erhält man für 15 Euro direkt am Flughafen. Ganz einfach und schnell.

Beschilderung im Oman

Die Beschilderung im Sultanat ist meistens auch in Englisch. Die Straßen und Hotels sind sehr gut ausgeschildert. Man findet sich überall gut zurecht.

Infrastruktur

Der Oman ist bis zum kleinsten Oasendorf erschlossen. Neue Straßen und Autobahnen durchziehen das Land. Tankstellen und Coffeeshops säumen die Straßen. Der Liter Benzin kostet 24 Cent (Stand September 2010). Die Hauptstraße in Muscat ist auf jeder Fahrbahn dreispurig. In der Rush Hour staut es leider.

Sprache

Die Kinder lernen ab der ersten Klasse die englische Sprache und sitzen in der Schule vor Computern. Die jungen Leute sprechen gut englisch.

Kleidung im Oman

Traditionsbewusste männliche Omanis kleiden sich in schneeweiße Dishdashas aus Baumwolle und bedecken ihren Kopf mit Kummas. Frauen tragen in der Öffentlichkeit schwarze Gewänder und Burkas, ein Erfordernis des iranischen Holy Korans, der sich ab 1970 im Oman etablierte. In den Städten und vor allen in den Hotels sieht man junge Frauen in westlicher Kleidung, die natürlich auch bei Touristen toleriert wird. Auf öffentlichen Plätzen ist jedoch auf dezente Zurückhaltung zu achten. Das Betreten der Großenbei Fraue Qaboos Moschee setzt die Bedeckung aller Körperteile und des Kopfes voraus.

Tourismusprojekte im Oman

Während reiche Familienclans in anderen Golfstaaten von den Ölmilliarden profitieren und  protzige Baudenkmäler bauen lassen, wählte Sultan von Oman einen anderen Weg. Natürlich hat auch er eindrucksvolle Paläste, und im Regierungsviertel reiht sich Villa an Villa. Doch die Hälfte seiner Einnahmen gibt der Staat für Bildung, Gesundheit und Tourismus aus. Das sind Investitionen, von denen auch die ganz normalen Bürger profitieren.

Neunzehn touristische Tourismusprojekte wurden begonnen. Anders als in Dubai und Abu Dhabi setzt man im Oman nicht auf das Prinzip "hoch, höher, am höchsten". Statt künstlicher Inseln, Wolkenkratzern und fehlender Infrastruktur findet man in dem Land in die Natur eingebettete Golfplätze, kleinere Marinas, Luxushotels und Shopping Malls in grünen Oasen und Parkanlagen.

Die Auflagen für alle Tourismusprojekte sind streng:

  • umweltfreundliche Bauweise
  • sparsamer Umgang mit Energie
  • kein Gebäude höher als fünf Stockwerke.

Madinat a' Zarqa

Das größte Regierungsprojekt "Madinat a' Zarqa" soll eine neue Stadt mit 200.000 Einwohnern an der Küste Batinah entstehen lassen. Für 15 Milliarden Dollar sind bis 2020 Luxushotels, Wohnanlagen, Museen und Einkaufszentren geplant. 

Die "Integrierten Tourismusprojekte" sollen keine reinen Touristenhochburgen werden, sondern auch Lebensraum für Omanis bieten. 

The Wave, Muscat

„The Wave, Muscat” ist ein internationales preisgekröntes Immobilienprojekt. Auch hier sollen  Omanis auf eine vollkommen neue Art leben. Erstmals können Nicht-Einheimische eine Immobilie im Sultanat erwerben.

„The Wave, Muscat” erstreckt sich entlang eines sechs Kilometer langen Strandes. Es besteht aus
  • 4.000 Villen, Appartments und Stadthäusern,
  • einem 18-Loch Golfplatz, entworfen von Greg Norman,
  • einer Marina mit 300 Liegeplätzen und
  • drei luxuriösen 5-Sterne-Hotels.
Entwickelt wird „The Wave, Muscat” von einem Joint Venture, bestehend aus Omans Waterfront Investments (der omanischen Regierung), National Investment Funds Company (Pensionfonds des Oman) und Majid Al Futtaim Group, einem Betreiber und Entwickler großer Immobilienprojekte in den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Neue Airports im Oman

Die erste Phase eines ehrgeizigen Airportplans beinhaltet, den Muscat International Airport zu erweitern und zu modernisieren. Bis 12 Millionen Passagiere pro Jahr sollen ab 2014 abgefertigt werden.

Weitere Expansionen sind in drei aufeinander folgenden Phasen geplant Im Jahr 2050 sollen im Muscat International Airport 48 Millionen Passagiere ankommen und abfliegen, mehr als das Zehnfache von heute.

Die Entwicklung des Salalah Airports sieht eine Ausweitung der Kapazitäten bis 1 Million Passagiere im Jahr 2013 vor. Beide Flughäfen wurden konzipiert und entwickelt, um weitere Expansionen im Tourismus zu ermöglichen.

Reisesicherheit im Oman

Das Sultanat Oman gilt als eines der sichersten Reiseländer der Welt. Das Land ist dünn besiedelt. Nur 3 Millionen Menschen leben auf einer Fläche, die fast so groß wie die Bundesrepublik ist. Die soziale Kontrolle funktioniert überall.

Die Bevölkerung ist außerdem wohlhabend, Bakschisch unüblich. Korruption wird hart bestraft. Besucher können fast unbehelligt von aufdringlichen Händlern die Souks besuchen.

Verwestlichung

Der Oman legt großen Wert auf eine interessante Mischung aus Moderne und Tradition. Die traditionelle arabische Bauweise wurde bei allen Neubauten erhalten.

Eine Verwestlichung ist nur bei westlichen Hotels, McDonalds und Subway augenfällig.

Omanische Küche

Ursprünglich war der Oman ein Zentrum der Seefahrt und des Handels. Sindbad, der Seefahrer, lebte hier. Der Austausch mit anderen Ländern, wie Indien und Ostafrika, beeinflusste die omanische Küche. Typisch sind nicht nur Gerichte mit Datteln, Reis und Limonen, sondern auch mit Kardamon, Safran oder Kurkuma. Das Essen ist enorm vielfältig, sehr schmackhaft, aber auch kalorienreich. Traditionelle Speisen sind „Shoowa“ (Ziegenfleisch in Bananenblättern) und die süße Nachspeise „Halwa“, die mit einem mit Kardamon gewürzten arabischen Kaffee genossen wird. Es gibt sie unter anderem in verschiedenen Geschmacksvarianten auf dem Souk in Muttrah.

Oman Tourismus

Der Oman Tourismus soll weiter expandieren. Fremdenverkehrsziele im Hinterland sollen erschlossen, Höhlen begehbar gemacht, Wanderreisen angeboten, botanische Gärten angelegt und Museen gebaut werden. Der Oman öffnet sich für Besucher und erwartet, dass sie sich der warmherzigen Gastfreundschaft der Omanis würdig erweisen.

Egal, ob grüne Oasen oder endlose Wüste, paradiesische Küste oder vielfältige Fjordlandschaften, hohe Gebirge oder Indischer Ozean, historische Forts oder Sultanspaläste, der Oman ist ein Wunderland in jeder Hinsicht. Tauchen Sie ein in eins der letzten Paradiese der Erde. Genießen Sie die herzliche und gemütliche Atmosphäre im Oman. Anfrage Oman Reise

Sonntag, 10. Oktober 2010

Hafen Mina Qaboos in Muttrah Oman

1974 entstand der internationale Hafen Mina Qaboos in Muttrah (gesprochen Matrah) im Nordwesten der Provinz Muscat. Es ist der wichtigste Landeshafen. Muscat war seit jeher eine alte Hafenregion mit kleinem antiken Hafen. Anfrage Oman Reise

Al Bahri Road in Muttrah
Muttrah

Die Stadt Muttrah ist ein zentrales Handelszentrum des Oman. An der wichtigsten Hafenstraße Al Bahri Road befindet sich der größte Souk des Landes, der bis 24 Uhr geöffnet ist. Ein besonderes Flair herrscht nach Anbruch der Dunkelheit und abends. Vom Golf weht dann eine leichte Brise und bringt angenehme Kühle. Kleine Pavillons laden zum Sitzen, Plauschen oder Verschnaufen ein. Die Geschäfte sind hell erleuchtet, die Gebäude unterschiedlich angestrahlt.


Hafen Mina Qaboos

Der Hafen Mina Qaboos wird von den Kreuzfahrtschiffen angelaufen. Al Said, die drittgrößte Privatyacht der Welt, liegt im Hafen Mina Qaboos vor Anker. Sie wurde 2007 in Deutschland gebaut und misst 155 Meter.

Sultan Qaboos Privatyacht Al Said
Karte Muttrah


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Muscat International Airport MCT

Im Jahr 1973 wurde der Seeb International Airport eröffnet und 2008 in Muscat International Airport umgetauft.

Muscat International Airport

Der wichtigste Flughafen des Oman liegt etwa 30 Kilometer nordwestlich von Muscat in Muaskar Al Murtafa'a. Es ist ein Hub Airport, von dem Flüge zu vielen Zielen in der Welt abgehen. Neben der zivilen Luftfahrt wird der Flughafen auch für militärische Zwecke genutzt.

Karte Muscat International Airport


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Gegenwärtig werden 4,5 Millionen Passagiere jährlich abgefertigt.

New Muscat International Airport

Die nationale Fluggesellschaft, Oman Airports Management Company, plant den Bau des New Muscat International Airport. Die Bilder des neuen Flughafens, der wesentlich näher zur Stadt Muscat liegen wird, säumen die modernen Straßen vom Muscat International Airport bis zur City.

New Muscat International Airport

Die erste Bauphase hat bereits begonnen. 2014 sollen 12 Millionen Passagiere und 2050 sogar 48 Millionen Passagiere abgefertigt werden.

Oman Air

Der Flug zwischen Muscat und Deutschland wurde am 1. Oktober 2009 von der Oman Air aufgenommen. Derzeit fliegen Maschinen der Oman Air sehr günstig ab Frankfurt und München über Muscat nach Dubai, Abu Dhabi, Sri Lanka, Indien und zu den Malediven. Die Flugzeit beträgt circa 6 Stunden.

Die Oman Air, eine bemerkenswerte Boutique-Airline mit einem Klasse Service, bietet übrigens als einzige Airline der Welt Internet und Mobiltelefonie an Bord.

Diplomatische Beziehungen und Außenpolitik des Oman

Stellen Sie sich vor, dass der Oman bis 1970 in völliger Isoliertheit ohne diplomatische Beziehungen zu seinen Nachbarn und zur Welt existierte.

Atrium im Palasthotel Al Bustan Palace International in Muscat
Liga der Arabischen Staaten und die Vereinten Nationen

Sultan Qaboos bin Said Al Said beseitigte sofort nach Machtantritt die Barrieren zwischen seinem Land und anderen Nationen. Im Jahr 1971 stellte der Oman Aufnahmeanträge an die Liga der Arabischen Staaten und die Vereinten Nationen.

Diplomatische Beziehungen des Oman

1972 wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen Oman und Großbritannien, Indien, Pakistan, USA, Iran, Ägypten, Saudi-Arabien, Frankreich, Jordanien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Kuwait und Bahrain aufgenommen.

Außenpolitik des Oman

Der außenpolitische Kurs des Sultans Qaboos bin Said Al Said ist einzigartig in der arabischen Welt. Der Sultan pflegt mit allen Mächten gute Kontakte. Die „Westintegration“ des arabischen Landes ist „vollkommen“. Dabei stützt sich Seine Majestät auf lange maritime Traditionen des Oman. Ziele des Herrschers sind Kooperation und Frieden statt Konflikte.

Sultan Qaboos bin Said Al Said ist übrigens deutschfreundlich und verbringt Sommerurlaube in Bayern.

OPEC

War der Oman bis 1970 abgeschottet und international isoliert, ist er heute immer wieder Gastgeber für Tagungen der OPEC-Staaten und andere. Der Sultan lädt dafür in das beeindruckende Palasthotel Al Bustan Palace International in Muscat ein, das er bauen und auf die Regierung übertragen ließ.

Palasthotel Al Bustan Palace International in Muscat

Im neunten Stock befinden sich übrigens prachtvolle Zimmer, die ausschließlich dem Sultan und den Regenten der im Golf-Kooperationsrat zusammengeschlossenen Nachbarn zur Verfügung stehen. Wenn Sie ähnlich wie die arabischen Herrscher nächtigen möchten, können Sie das Al Bustan Palace International bei uns online buchen oder anfragen. Anfrage Al Bustan Palace International

Friedliches Miteinander

Es ist sehr beeindru­ckend, dass so viele Menschen unterschiedlicher Nationalitäten und Glaubensrichtungen im Oman friedlich neben- und miteinander leben und arbeiten. Stellen Sie sich vor, dass allein im Hotel Shangri-La's Barr Al Jissah 1.200 junge Menschen aus 45 Nationen beschäftigt sind, davon zehn aus Deutschland.

Sensationell

Fast sensationell ist, dass sich sogar jüdische Investoren im Oman an dem größten Immobilienprojekt "Blue City" in Muscat beteiligen. In der Blue City, auch Al Madina Al Zarqa genannt, soll auf 34 Quadratkilometer Küstenlandschaft eine luxuriöse Siedlung mit drei Hotels, Schulen, Apartmentgebäuden, Villen und Freizeitanlagen mit 20 Milliarden US-Dollar Kosten entstehen.

Schulen im Oman, University und Bildung, Sultan Qaboos University

Eine der ersten Prioritäten nach Machtantritt des Sultan Qaboos bin Said Al Said war die Beseitigung des Analphabetentums. Stellen Sie sich vor, dass bis 1970 nur drei Schulen in einem Land existierten, das so groß wie die Bundesrepublik ist.

Alte Koranschule im Oman (vor 1970)

Allgemeinbildung

"Bildung, wenn auch nur unter dem Schatten eines Baumes", war die wirksamste Waffe gegen die Unwissenheit. Innerhalb der ersten fünf Monate der Herrschaft des Sultan Qaboos bin Said Al Said wurden 16 Grundschulen für 9.500 Schüler eingerichtet. Mädchen durften erstmalig eine Schule besuchen.

Bis 1975 entstanden 213 Grundschulen, 45 Vorschulen, 3 Gymnasien und 1 Lehrerbildungsanstalt.

Madrasa al Tarbiya Al Fikriya School

1984 wurde die Madrasa al Tarbiya Al Fikriya School gegründet, um behinderten Kindern Bildung zu ermöglichen. Die Schule wird vom Ministerium für Bildung finanziert. Die Schüler werden zu Hause abgeholt und verbringen bis zu 11 Jahre an der Madrasa School, wo sie unterrichtet und beruflich in der Schreinerei, Landwirtschaft und Hauswirtschaft ausgebildet werden.

Al-Amal School for the Deaf

Die Al-Amal School for the Deaf mit Internat wurde 1980 in Qurum gegründet. Hier lernen Kinder aus dem Landesinneren arabisch, Wissenschaft, Geschichte, Sport, Geografie, Kunst und Musik.

Traditionen und Bräuche Omans

Sultan Qaboos bin Said Al Said hat eine tiefe Sympathie für omanische Jugendliche und tritt für die Erhaltung der tief verwurzelten Traditionen und Bräuche Omans an Schulen ein. Sein Engagement stellt sicher, dass die omanische Jugend tolerant erzogen wird.

"Ihr habt die Welt geerbt, eine Welt, wo Fanatismus, Sturheit und Rechtbrechung zur Norm geworden sind. Gewalt und Unterdrückung werden in den meisten Teilen der Welt praktiziert, und manchmal fühlt man sich aus Verzweiflung über die Zukunft der Menschheit getrieben. Wir glauben jedoch, dass der Tag sicher kommen wird, an dem wir diese widerrechtliche Praktiken besiegen können. Dies ist das Ziel, das wir alle anstreben."(Zitat Sultan Qaboos bin Said Al Said)

Sultan Qaboos University

Sultan Qabus "Hoffnung auf eine zivilisierte Zukunft für die ganze Menschheit" und seine Ambitionen für eine herausragende internationale Rolle des Oman sind die Grundlage für sein Konzept der modernen materiellen und menschlichen Entwicklung. Er will eine Nation, die stolz auf ihr Erbe ist, aber auch immer bereit, mehr zu erreichen. Diese Einstellung führte zur Gründung der Sultan Qaboos University in Muscat.

Der Aufbau dauerte von 1982 bis 1986. Im Jahr 1986 wurde der Campus eingeweiht und nahm seine ersten  Studenten auf.

Heute hat die Universität sieben Hochschulen für Landwirtschaft, Technik bis hin zur Medizin. Einige Studenten legen lange Strecken zurück, um zu studieren. Andere wohnen in den Studentenwohnheimen auf dem Uni-Gelände.

Es existieren außerdem vier private Universitäten, sechs staatliche und zwölf private Colleges, die mit den deutschen Fachhochschulen beziehungsweise Berufsakademien vergleichbar sind.

Subventionen

Die Regierung subventioniert Studiengebühren, Bücher, Essen und Unterkunft auf dem Campus sowie die öffentlichen Verkehrsmittel in und aus der Universität. Sultan Qabus überwacht seine Universität seit ihrer Gründung.  Er finanzierte die Einrichtung eines Mehrzweckhalle und sanktionierte eine jährliche Zuweisung aus seinen persönlichen Mitteln für die wissenschaftliche Forschung sowie die Errichtung einer geförderten Industrie-Zone. Sein fester Glaube an die Macht der Bildung ist in im Heiligen Koran verankert: "Die Unwissenden sind nicht gleich zu denen, die wissen."

Berufsausbildung

Der Sultan legte nicht nur den Schwerpunkt auf Allgemeinbildung. Er sah auch die Notwendigkeit für die Berufsausbildung zur Schaffung von Arbeitskräften für das Land. Neun Berufsbildungszentren entstanden von 1970 bis 1990, die dreijährige Kurse in Handel, Wirtschaft, Banken, Versicherungen, Verwaltung, Buchhaltung, Sekretariat und Technik anbieten. Es folgten Berufsausbildungen für Elektriker, Radio- und Fernsehtechniker, Elektroniker, Luft-und Kältetechniker, Kommunikationstechniker, Mechaniker, Schweißer und andere.

Erwachsenenbildung


Einen weiteren Beitrag zur Erwachsenenbildung wird die Gründung einer Krankenpflegeschule sein, die eine Kapazität von 100.000 Studenten haben soll. Sie wird Krankenpfleger für Intensivstationen, Dialyse und Geburtshilfe ausbilden.

Alphabetisierung

Die Alphabetisierung im Oman erreichte 2004 bereits 87 Prozent der männlichen und 74 Prozent der weiblichen Bevölkerung. Obwohl keine allgemeine Schulpflicht besteht, werden heute über 90 Prozent der Kinder eingeschult. Die Kinder aus abgelegenen Dörfern wohnen von Mittwoch bis Donnerstag in Internaten. Der Schulbesuch und die Bücherr sind kostenlos. 

Quoten

Mit einer Quotenregelung zur Einstellung von Omanis und Gastarbeitern soll sicher gestellt werden, dass Omanis nach ihrer Ausbildung einen Arbeitsplatz erhalten.